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Begriffe & Namen*

Ablaichen
  • Das Ablegen von Eiern oder das Gebären lebender Fische.
  • Ablaichkasten
  • Eine Vorrichtung um die Jungen von lebendgebärenden Fischen im Aquarium vor
    dem Zugriff der Elterntiere zu schützen. Die Ablaichkästen sind meist aus trans-
    parentem Kunststoff und selbst schwimmfähig oder zum Einhängen. In der oberen
    Sektion wird der Mutterfisch untergebracht, während die Jungfische durch den
    Gitterrostboden in die untere Sektion fallen und dadurch nicht erreichbar sind.
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  • Abschäumer
  • Ein Gerät zur Wasseraufbereitung das vor allem in der Meerwasseraquaristik
    eingesetzt wird. Der Abschäumer entzieht dem Wasser organische Abfallstoffe.
    Dazu wird in ein Rohr feinperlige Luft eingeblasen, an den nach oben steigenden
    Luftbläschen lagern sich Moleküle an. Oben im Rohr bildet sich ein zäher Schaum,
    der in einen Schaumtopf abgeschieden wird (Eiweißabschäumung).

  • Absorption
  • Die Aufnahme eines Stoffes (von lateinisch absorptio „aufsaugen“).
  • Adipose
  • Die Fettflosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse bei einigen Knochenfi-
    schen, wie z.B. bei vielen Salmlern und Welsen.
  • Adsorption
  • Die Anlagerung eines Stoffes an der (inneren) Oberfläche eines Festkörpers
    (lateinisch adsorptio „ansaugen“). Der adsorbierende Stoff (Festkörper „Adsor-
    bens“) muss über eine sehr große innere Oberfläche verfügen. Am gebräuch-
    lichsten ist Aktivkohle.
  • agam
  • Agamie (von griech. a „ohne“ und gamos „Hochzeit“) bezeichnet das Fehlen einer
    Bindung in einer sozialen Gruppe. Verschiedene Buntbarsche des Malawisees
    zählen z.B. zu den agamen Maulbrütern, da die Männchen mit allen laichbereiten
    Weibchen ablaichen. Diese Fische gehen also keine feste Paarbindung ein. Nicht
    paarungsbereite Weibchen und männliche Konkurrenten werden aus dem be-
    setzten Revier vertrieben.
  • Algen
  • Algen (latein. algae) sind eine im Meer- und Süßwasser lebende Organisations-
    stufe der Pflanzen. Die ein- oder mehrzelligen Algen unterteilen sich u. a. in die
    Abteilungen Grünalgen (Chlorophyta), Rotalgen (Rhodophyta) und Braunalgen
    (Phaeophyta). Die Cyanobakterien (Blaualgen) sind zwar auch zur Photosynthe-
    se fähig, doch zählen sie aufgrund des fehlenden Zellkerns zu den Prokaryoten
    (zelluläre Lebewesen). Für viele Wassertiere bilden Algen als Teil des Planktons
    eine wichtige Nahrungsquelle. Probleme durch unkontrollierten Algenwuchs er-
    geben sich, wenn zu viele potentielle Algennährstoffe wie Nitrat oder Phosphat
    im Wasser vorkommen. Leichter Grünalgenwuchs hingegen ist ein Zeichen guter
    Wasserqualität. Bei lästiger Massenentwicklung ist es allerdings ein Zeichen dafür,
    dass z.B. die höheren Pflanzen nicht in der Lage sind, das Nährstoffangebot kon-
    kurrierend zu nutzen. Siehe auch Algen im Aquarium.
  • Allopatrie
  • Das Nicht-Überschneiden der Verbreitungsgebiete von Arten und Populationen
    wird in der Biologie als Allopatrie bezeichnet, d.h. die Lebensräume dieser Arten
    sind räumlich vollständig voneinander getrennt. Im Gegensatz dazu steht die
    Sympatrie.
  • anaerob
  • Der Begriff Anaerobie (lat. aer „Luft“) steht für Reaktionsbedingungen, die in Ab-
    wesenheit von molekularem Sauerstoff ablaufen. Eine anaerobe Lebensweise
    zeigen z.B. Organismen bzw. Bakterien, die für ihren Stoffwechsel nicht auf
    Sauerstoff angewiesen sind.
  • Anale
  • Die wissenschaftliche Bezeichnung der Afterflosse. Eine unpaarige Flosse, die
    hinter der Afterregion eines Fisches liegt. Sie ähnelt in Form und Funktion der Rü-
    ckenflosse. Beide Flossen wirken wie Kiele und stabilisieren die senkrechte Hal-
    tung des Fisches im Wasser. Bei einigen Formen übernimmt die Afterflosse eine
    Aufgabe bei der Fortpflanzung und wurde in ein Begattungsorgan umgewandelt:
    In das Gonopodium bei den Männchen der Lebendgebärenden Zahnkarpfen und
    das Andropodium bei Hochlandkärpflingen und Halbschnabelhechten.
  • Andropodium
  • Das Andropodium der Fische ist eine zum Begattungsorgan umgebildete Afterflos-
    se. Mit diesem Organ ist die Befruchtung der Keimzellen im Leib des Weibchens
    möglich. Man findet diese sogenannte Begattungsflosse bei den Hochlandkärpf-
    lingen (Goodeidae) und Halbschnabelhechten (Hemirhamphidae). Sie ist vergleich-
    bar mit dem Gonopodium der Lebendgebärenden Zahnkarpfen (Poeciliidae).
  • Artaquarium
  • Bezeichnung für ein Aquarium, in dem nur Exemplare einer Art gehalten werden.
    Artaquarien dienen dazu, die Haltungsbedingungen genau auf die Bedürfnisse
    der darin gehaltenen Fische abzustimmen. Sie werden aber auch verwendet
    wenn sich Arten - wegen ihres aggressiven Verhalten - nicht für die Vergesell-
    schaftung mit anderen Fischen eignen.
  • Artemia
  • Das Salinenkrebschen Artemia salina hat in der Aquaristik als Aufzuchtfutter für
    kleinere Fische eine große Bedeutung. Diese kleinen schalenlose Krebstiere der
    Gattung Artemia kommen in periodisch austrocknenden Binnensalzgewässern
    vor. Um die Trockenperioden zu überstehen, bilden die Krebschen Dauerstadien
    aus, sogenannte Cysten, die unter Aquarianern fälschlich meist als Eier bezeich-
    net werden. Aus den Artemia-Cysten können sehr einfach Nauplien erbrütet wer-
    den. Die dabei schlüpfenden Nauplien, sind im Larvenstadium ein sehr wichtiges
    Futtermittel.
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  • * Im Aquarium-Guide Lexikon finden Sie eine Auswahl von Begriffen und Namen, die allesamt mit der Aquaristik zu tun haben.
      Allerdings werden hier keine Fisch- und Pflanzenarten vorgestellt, sondern ausschließlich Fachbegriffe.


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